Digitaldruck

Wo kommt der Digitaldruck zum Einsatz?

 

Das entsprechende Medium wie etwa Papier wird beim Digitaldruck direkt bedruckt, weshalb keine eigene Druckplatte hergestellt werden muss. Das macht den Digitaldruck insgesamt günstiger, weil sowohl Material als auch Zeit eingespart wird. Somit lohnen sich konventionelle Druckverfahren wie der Offsetdruck erst ab Auflagen von etwa 500 Stück. Einzeldrucke, aber auch Kleinserien und Produkte, die personalisiert sind, lassen sich lediglich im Digitaldruckverfahren zu marktfähigen Preisen herstellen. Von der Qualität her gibt es beim Digitaldruck aber keine allzu großen Unterschiede zu konventionellen Verfahren.

Die Kleinserien

 

Eine preiswerte Herstellung von Einzelexemplaren oder Kleinserien ist – unabhängig davon, um welches Druckerzeugnis es sich handelt, lediglich im Digitaldruck möglich. Beispielsweise kann ein Taschenbuch mit 200 Seiten und einem vierfarbigen Softcover bereits für einen Preis von rund 20 Euro im Digitaldruck hergestellt werden. Schon bei einer Auflage von 20 Stück sinkt der Stückpreis möglicherweise auf unter 2,50 Euro. Werden mehr als 100 Stück gedruckt, ist sogar ein Stückpreis von weniger als zwei Euro möglich.

Deshalb werden Bücher von Autoren, die noch unbekannt sind, auch zunächst in kleinen Auflagen produziert, was teilweise auch auf das Risiko des Autors im Selbstverlag oder über einen kleinen Verlag geschieht. Im Vergleich zu konventionellen Druckverfahren sind zwar die Stückkosten etwas höher, dafür muss der Verleger aber wesentlich weniger investieren und bindet sein Kapital nicht unnötig. Darüber hinaus entfallen hohe Kosten für die Lagerhaltung, weil zudem eine schnelle Nachlieferung möglich ist, falls die Nachfrage größer als erwartet ausfallen sollte.

Der Digitaldruck im Customizing

 

Weil Einzelexemplare im Digitaldruck relativ kostengünstig hergestellt werden können, lassen sich auch individuelle Produkte für Kunden realisieren. So können etwa Bücher gedruckt werden, die eine Seite mit einer persönlichen Widmung enthalten. Ferner bietet der Digitaldruck eine Kombinationsmöglichkeit mit Druckerzeugnissen, welche im Tiefdruck- oder im Offsetverfahren hergestellt werden.

Das sind die Stärken und Schwächen des Digitaldrucks

 

Die größten Stärken des Digitaldrucks bestehen zweifellos darin, dass er sich individuell einsetzen lässt und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Allerdings ist der Digitaldruck auf doppelseitigen Drucken nicht sehr passgenau, weil das Druckmedium während des Drucks eben nicht direkt auf der Druckfarbe aufliegt.

Was unterscheidet Digitaldrucker von Kopierern?

 

Im Grunde lassen sich deutliche Grenzen zwischen Fotokopierer und Digitaldrucker nur schwer ziehen, weil diese fließend sind. Jedoch besitzen digitale Drucksysteme oft noch zusätzliche Funktionen, wie etwa die Möglichkeit, eine Druckvorlage zu speichern. Zudem ist die Bildqualität bei einem Digitaldrucker in aller Regel höher als bei einem Fotokopierer. Drucke aus einem Digitaldrucker sind außerdem in den meisten Fällen farbtreuer, wenn es um die Wiedergabe von normierten Farbtönen oder Vorlagen geht. Damit die Farben möglichst originalgetreu dargestellt werden, besitzen Digitaldrucker meist aufwändige Einstellungen.

Bei einem digitalen Drucksystem gibt es außerdem in aller Regel mehrere Möglichkeiten, die Seiten eines bestimmten Dokuments auf dem Druckbogen anzuordnen. So können auf einem großen Druckbogen mehrere kleine Seiten angeordnet werden, wobei zugleich auch die Binden und Falze vorbereitet werden, die für die Fertigstellung des Produktes notwendig sind. Des Weiteren werden Ränder und Schneidmarken zusätzlich aufgedruckt, wodurch der anschließende Beschnitt wesentlich vereinfacht wird.

So lassen sich verschiedene Fertigungsschritte koordinieren

 

Die meisten Digitaldruckereien arbeiten mit speziellen Maschinen, die für die jeweilige Teilaufgabe optimal geeignet sind. Beispielsweise werden die Umschläge von Buchcovern gern mit Tinte gedruckt und anschließend laminiert, wodurch die Umschläge unempfindlicher gegen äußere Einflüsse werden.

Werden Formulare und Briefköpfe – die sogenannten Kopfbogen – digital gedruckt, muss das Druckverfahren darauf abgestimmt werden, welches Druckverfahren der Kunde nutzt. Verwendet dieser beispielsweise einen Laser- oder Wachsdrucker, dürfen in der Druckerei keine Farben verwendet werden, die später möglicherweise abschmelzen.